Großvater Hans Fink

Südtiroler Volkskundler & Mundartdichter

Unser Großvater Hans Fink entstammte einer Familie vom Ritten, lernte den Beruf des Metzgermeisters und war auch Gastwirt. Seine wahre Leidenschaft war aber das Schreiben und Erforschen der Geschichte und Volkskunde unseres Landes. 25 Bücher und 19 Broschüren erschienen.

* 24. Oktober 1912 in Brixen;
† 12. April 2003 in Südtirol

Hans Fink

Er ist Herausgeber von Sagenbüchern und Volkserzählungen und veröffentlichte eine Vielzahl an Mundartgedichten. 1955 entdeckte er den Menhir von Tötschling am Pfeffersberg bei Brixen, eine Kopie davon ist heute bei uns im Fink zu sehen. Ab 1961 arbeitete er auch am Sender Bozen mit und gestaltete zahlreiche Radiosendungen.

Urgroßvater Hans Fink

Ehrungen

Ein kleiner Auszug seiner Mundartdichtung

KLEINE KAFFEE-RHAPSODIE

Kommt ein Gast in unser Land, wird er häufig überrannt, nicht von Damen, nein von Namen, die vom Süden zu uns kamen,

sei’s durch Händler, durch die Bahn, oder sonst auch wie und wann. Und der Südtiroler bieder kaut die Wörter tapfer wieder:

So beginnen schon am Morgen
Früh die ersten Kaffee-Sorgen,
denn im Lande der Romanen
hat der Kaffee viele Namen.

Der Espresso ist der schnelle,
Cappuccino mehr der helle,
der Corretto wird gespritzt,
eben leicht „geslibowitzt“.

Ein Macchiato ist befleckt,
nur mit etwas Milch bedeckt,
Caffelatte – wie bekannt,
wird der Milchkaffee genannt.

Und so lernst du ohne Bangen
eben das, was dein Verlangen
schon am ersten Urlaubstag,
was dein Herz sich wünschen mag.

Großvater Hans Fink

Eine Auflistung seiner Werke finden Sie hier